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Tierportrait - Schopfmakaken - Macaca nigra

Schopfmakaken sind Primaten und Meerkatzenverwandte. Ihr Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf die tropischen Regenwälder im

Nordosten der Insel Sulawesi (Celebes - Indonesien) und einige kleinere Nachbarinseln. Auf Sulawesi trifft man sie fast nur noch in

Naturschutzgebieten an. Insgesamt ist diese Art sehr stark gefährdet, IUCN Status EN. Vom Menschen werden sie gejagt, da sie sehr

gerne Felder plündern und ihr Fleisch in ihrer Heimat als Delikatesse gilt. Die Hauptgründe für den Rückgang ihrer Population sind

allerdings die erbarmungslose Lebensraumvernichtung, die in Indonesien fast überall stattfindet. Immer mehr Regenwälder werden

abgeholzt und brandgerodet um Raum für Palmölplantagen zu schaffen. Dazu kommt noch die Vernichtung der Mangrovenwälder,

um Shrimp-Farmen anzusiedeln. Etwas besser sieht die Situation allerdings auf den kleinen, oftmals unbewohnten Nachbarinseln aus.

Somit sind wir alle wieder daran beteiligt, dass diese wundervollen Primaten, die Punkern sehr ähnlich sehen, vielleicht schon bald

völlig ausgerottet sind. Nach Schätzungen der IUCN aus dem Jahre 2006 leben nur noch etwa 100.000 Schopfmakaken in Indonesien.

Bis heute, innerhalb von 10 Jahren, ist ihre Anzahl extrem rückläufig. Schopfmakaken leben in streng hierarchischen Gruppen von

etwa 5 bis 30 Individuen und es gibt keinerlei Demokratie. Sie sind im Prinzip Allesfresser mit extrem großen Zähnen. Ihre Eck-und

Schneidezähne sind etwa doppelt so lang wie bei einem Schäferhund. Schopfmakaken erreichen durchschnittlich eine Körperlänge

bis zu 60 cm und bis zu 10 kg Gewicht. In der Regel gibt es nur ein Männchen in einer Gruppe, abhängig von der Größe der Gruppe,

zumindest wird ein Verhältnis von 1:4 nie unterschritten und sie leben polygam. Paarungsbereitschaft signalisieren die Weibchen mit

gut sichtbaren Regelschwellungen und starker Rotfärbung ihres Hinterteils. Die Tragezeit dieser Art beträgt 6 Monate und der

Nachwuchs wächst im Familienverband auf, wird aber nur von den Weibchen betreut. Allerdings müssen junge Männchen häufig

frühzeitig die Gruppe verlassen, da sie als Konkurrenten angesehen werden und ziehen dann oftmals als Junggesellengruppe umher. 

Der Zoo Vivarium Darmstadt beherbergt einer der bedeutendsten Schopfmakaken Gruppen in Europa und ist mit einem Europäischen

Zuchtprogramm (EEP) maßgeblich an der Erhaltung der Art beteiligt. Allerdings hindert ein zu kleiner Genpool oft diese Bemühungen

und es ist sehr schwierig geeignete Tiere zur Fortpflanzung zu bekommen. Im Zoo  Vivarium wird auch streng wissenschaftlich

gearbeitet. Im Jahr 2015 wurde hier, zusammen mit dem Primaten Zentrum Göttingen, ein dreimonatiges Training zur Erforschung der

kognitiven Fähigkeiten dieser Art durchgeführt. Die Ergebnisse hierzu waren erstaunlich! Wer mehr über diese wundervollen Primaten

erfahren möchte, kann hier, auf den nun folgenden Seitenlinks-Empfehlungen gerne weiter lesen:

>>> Tierdoku.com Schopfmakak <<<  >>> Wikipedia Schopfaffe <<<  >>> Darmstädter Echo Schopfmakaken im Vivarium <<<

                                

Noch mehr Fotos zum Thema findet ihr in meiner externen  >>>  Online Fotogalerie  <<<

Wolfgang Daum Tierfotografie
© wolfgang daum
Schopfmakake - Macaca nigra - Zoo Vivarium Darmstadt - Juni 2015 © wd Schopfmakake - Macaca nigra - Zoo Vivarium Darmstadt - Juni 2015 © wd Schopfmakake - Macaca nigra - Zoo Vivarium Darmstadt - Juni 2015 © wd Schopfmakake - Macaca nigra - Zoo Vivarium Darmstadt - Juni 2015 © wd Schopfmakake - Macaca nigra - Zoo Vivarium Darmstadt - Juni 2015 © wd nach oben   nach oben
Schopfmakake - Macaca nigra - Zoo Vivarium Darmstadt - Juni 2015 © wd Schopfmakake - Macaca nigra - Zoo Vivarium Darmstadt - Juni 2015 © wd